Brodnig, Ingrid - Feindbild Frau
Wie Politikerinnen im Netz bedroht, beleidigt und verdrängt werden - und was wir alle dagegen tun können.
Ingrid Brodnig, bekannte Journalistin und Publizistin. Sie war beim Falter tätig und im Profil, schreibt eine regelmäßige Kolumne für den Standard.
Sie zeigt in ihrem neuen Buch, wie Frauen, die gesellschaftlich, politisch tätig sind, Politikerinnen, durch Einschüchterung systematisch aus der politischen Öffentlichkeit gedrängt werden soll und was das für die Demokratie bedeutet. Sie hat mit Abgeordneten und hochrangigen Politikerinnen aus Deutschland und Österreich gesprochen, dokumentiert diverse Angriffe und analysiert, wie hier digitale Gewalt funktioniert: Angeheizt nämlich durch rechte Netzwerke mittels der Logik von Social-Media-Plattformen und opportunistischen Medienmechanismen.
Diese Gewaltdrohungen, digitalen Hetzkampagnen und demütigenden Bildmontagen ist für viele Politikerinnen mittlerweile zum Alltag geworden. Ingrid Brodnig zeigt in ihrem Buch Wege auf, wie Betroffene sich rechtlich, technisch, strategisch schützen können. Und appelliert an alle Bürgerinnen und Bürger Verantwortung zu übernehmen und den Feinden der Frauen, der Demokratie nicht die Bühne und das Wort zu überlassen. Ein mutiges, kluges und hochaktuelles Buch – für alle, die Demokratie nicht den Angstmachern überlassen wollen.
„Es kann auch ein Social Media geben mit weniger Krawall, ohne Algorithmen, die den Krawall und Hass pushen. Digitale Gewalt wird es immer geben. Aber als Gesellschaft lernen wir dazu“, meint sie in einem Interview im „Falter“.
Brodnig, Ingrid - Feindbild Frau
Wie Politikerinnen im Netz bedroht, beleidigt und verdrängt werden - und was wir alle dagegen tun können. Wien: Brandstätter 2026. 208 S. - fest geb. : € 25,00 ISBN 978-3-7106-0942-8