Levenson, Ellie - Zimmer 706
Das Hotel wird von Kriminellen überfallen - ihr Seitensprung gerät außer Kontrolle.
Ein Mann und eine Frau – seit Jahren treffen sie sich immer wieder zu heimlichen Begegnungen in einem verschwiegenen Hotel. Sie sind darauf bedacht, dass niemand weiß, wo sie sind. Diese Stunden gehören ihnen. Doch diesmal gerät dieser Seitensprung außer Kontrolle. Sie stellen plötzlich fest, dass gerade ihr Hotel von Kriminellen überfallen wird – das Fernsehen berichtet live. Sie sitzen in der Falle. Sie können nicht fliehen, sie wissen nicht genau, was vor sich geht. Und sie wollen natürlich auch nicht, dass ihr verstohlenes Treffen publik wird.
So beginnt eine Zeit des bangen Wartens, Zeit, um viel nachzudenken. Wie ist es dazu gekommen, was waren in der Vergangenheit die Auslöser – und was wird die Zukunft bringen? Wie wichtig ist plötzlich die Familie, die man da draußen vielleicht zurücklassen muss? Es sind fatale Gedanken, mit denen sich auch der Leser plötzlich auseinandersetzen muss. Was ist zu tun, wenn man vielleicht nur mehr Minuten oder Stunden leben wird? Von den banalsten Überlegungen bishin zu aufwühlender Panik und großen Gefühlen. Wie geht man plötzlich und unerwartet mit seinem Schicksal um? Wie schaut man dem Unausweichlichen ins Auge?
Ein Roman einer Frau, für Frauen geschrieben. Doch auch Männer müssen sich dieser Frage stellen, es kann immer und überall jeden treffen. Zitat: „Hätte sie das Ende gekannt, wäre sie je den ersten Schritt gegangen?“ Wie wird diese Geschichte enden? Ein Roman mit einem schwierigen Thema, spannend bis zur letzten Seite.
Renate Schediwy-Oppolzer
Levenson, Ellie - Zimmer 706
Roman. Köln: Lübbe 2026. 400 S. - kt. : € 18,50 (DR) ISBN 978-3-7577-0192-5 Aus dem Engl. von Frauke Meier